Karbidischer Hartauftrag mit Wolframkarbiden
Gezielter Auftrag karbidhaltiger Hartschichten mit homogener Karbidverteilung – ohne thermische Zerstörung der Karbide, wie sie bei lichtbogenbasierten Verfahren auftritt.
Laserauftragschweißen, international auch als Laser Cladding oder Laser Metal Deposition (LMD) bezeichnet, ist das High-End-Verfahren der industriellen Beschichtungs- und Reparaturtechnik. Eine fokussierte Laserstrahlung schmilzt die Bauteiloberfläche lokal auf, gleichzeitig wird Pulver oder Draht als Schweißzusatz präzise in das entstehende Schmelzbad eingebracht.
Charakteristisch sind die sehr gezielte Wärmeeinbringung, eine extrem geringe Aufmischung mit dem Grundwerkstoff – häufig unter 2 Prozent – und ein endkonturnaher Lagenaufbau. Bauteilgeometrie und Eigenschaften des Grundwerkstoffs bleiben weitgehend erhalten, Verzug wird auf ein Minimum reduziert.
Bereits Schichten von 0,15 bis 0,50 mm erreichen die Härte- und Verschleißeigenschaften, die konventionelle Verfahren erst nach mehreren Lagen liefern. Damit deckt Laserauftragschweißen Anwendungen ab, in denen Präzision, Karbid-Erhalt, Reproduzierbarkeit und Automatisierung gefragt sind – vom Hartauftrag mit Wolframkarbiden bis zum additiven Aufbau komplexer Geometrien.
Wir setzen Laserauftragschweißen gezielt ein, wenn anspruchsvolle Bauteile lokal verstärkt, präzise beschichtet oder endkonturnah aufgebaut werden sollen. Über die Wahl von Pulver- oder Drahtzusatz, Spotgröße und Verfahrensführung lassen sich Verschleiß-, Korrosions- und Funktionsschichten exakt auf die Beanspruchung abstimmen – auch in Zwangslagen, an komplexen Geometrien und mit definiertem Karbidanteil.
Gezielter Auftrag karbidhaltiger Hartschichten mit homogener Karbidverteilung – ohne thermische Zerstörung der Karbide, wie sie bei lichtbogenbasierten Verfahren auftritt.
Funktionsschichten in Schichtdicken ab 0,15 mm – häufig ohne kostenintensive Nacharbeit wie Diamantschleifen, weil die Schicht bereits endkonturnah aufgebracht wird.
Lokale Reparatur abgenutzter Bauteile oder Wiederherstellung verloren gegangener Funktionsflächen – schnell, wirtschaftlich und mit voller metallurgischer Anbindung.
Pulver wird über Düsen ins Schmelzbad eingetragen, Draht wird seitlich oder bei capilla zentrisch zugeführt. Beide Varianten erlauben präzise Materialdosierung und feine Schichtkontrolle.
In dringenden Fällen oder bei nicht verfügbaren Ersatzteilen lassen sich komplexe Geometrien per Laser Metal Deposition kurzfristig funktionsgleich aufbauen – additiv und mit definierten Werkstoffeigenschaften.
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des richtigen Schweißverfahrens und der passenden Lösung.
Nicht jede Beanspruchung erfordert die gleiche Lösung. Deshalb setzen wir im Laserauftragschweißen gezielt auf unterschiedliche Drahtsysteme, um Bauteile wirtschaftlich, präzise und langlebig instand zu setzen oder zu schützen. Mit Laserfülldraht und Lasermassivdraht bieten wir zwei Verfahren mit klaren Stärken für unterschiedliche Anforderungen.
Laserfülldraht wird eingesetzt, wenn höchste Anforderungen an Verschleißschutz, Härtegrade und individuelle Werkstoffeigenschaften bestehen. Durch die gefüllte Drahtstruktur können Legierungen gezielt angepasst werden, um Bauteile optimal auf abrasive, korrosive oder thermische Belastungen auszulegen.
Das Verfahren eignet sich besonders für stark beanspruchte Komponenten in der Recycling-, Extrusions- oder Fördertechnik. Vorteile sind hohe Flexibilität bei der Werkstoffauswahl, sowie Verschleißbeständigkeit. Gleichzeitig sorgt der geringe Wärmeeintrag des Laserverfahrens für minimale Verformung und eine präzise Beschichtung.
Lasermassivdraht kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn gleichmäßige, saubere und präzise Beschichtungen gefragt sind. Das Verfahren eignet sich ideal für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Oberflächenqualität, Maßhaltigkeit und reproduzierbare Ergebnisse.
Vorteile sind die hohe Prozesssicherheit, geringe Spritzerbildung sowie eine sehr feine und kontrollierte Auftragsstruktur. Es eignet sich besonders für präzise Reparaturen, dünnwandige Bauteile und Anwendungen mit engen Toleranzen.
Schneckenwellen in der Schüttgut-, Recycling- und Verfahrenstechnik unterliegen je nach Fördermedium sehr unterschiedlichen Verschleißmechanismen. CAPILLA entwickelt und fertigt maßgeschneiderte laserbasierte Funktionsschichten, die exakt auf Schüttgut, Beanspruchung und Geometrie abgestimmt sind. Dabei gilt: nur so viel Verschleißschutz wie nötig – nicht so viel wie möglich.
Vorher
Kurze Standzeiten durch Abrasion, Korrosion und Materialabtrag an den Schneckenwendeln. Fortschreitender Verschleiß führte zu sinkender Förderleistung, ungeplanten Stillständen und im Extremfall zum Bauteilversagen durch Verschleiß oder Bruch.
Nachher
Laser-Hartauftrag mit individuell ausgelegten Funktionsschichten und eingebetteten Karbiden. Die Schutzschicht wird exakt entlang der Schneckengeometrie aufgebracht und verbindet sich schmelzmetallurgisch mit dem Grundwerkstoff. Je nach Schüttgutspezifikation können unterschiedliche Bereiche der Schnecke gezielt mit verschiedenen Werkstoffsystemen ausgestattet werden.
Ergebnis
Deutlich längere Standzeiten bei geringerem Materialeinsatz. Die hochpräzisen Funktionsschichten bieten gezielten Verschleißschutz genau dort, wo er benötigt wird. Der automatisierte Retrofit-Prozess ist reproduzierbar und kann bei erneutem Verschleiß beliebig oft wiederholt werden. Dadurch sinken Wartungskosten, Ersatzteilbedarf und Stillstandszeiten nachhaltig.
Laserauftragschweißen verbindet Eigenschaften, die kein anderes Auftragsverfahren in dieser Kombination liefert: minimale Aufmischung, präzise einstellbare Schichtdicken ab 0,15 mm und ein endkonturnaher Lagenaufbau, der teure Nacharbeit oft überflüssig macht.
Die fokussierte Energiezufuhr schützt Karbide vor thermischer Zerstörung und ermöglicht reproduzierbare Hartauftragsschichten mit homogener Verteilung. Über Pulver- oder Drahtzusatz und unterschiedliche Spotgrößen wird der Prozess exakt auf Bauteil, Werkstoff und Beanspruchung abgestimmt.
Die Legierungszusammensetzung der Auftragsschicht bleibt nahezu vollständig erhalten. Härteverlust und Eigenschaftsabfall sind deutlich geringer als bei PTA oder lichtbogenbasierten Verfahren.
Die lokale, kontrollierte Wärmeeinbringung lässt die Bauteilgeometrie nahezu unverändert. Auch hochbelastete oder filigrane Bauteile lassen sich beschichten, ohne aufwendiges Richten oder Vorwärmen.
Anders als bei lichtbogenbasierten Prozessen werden Wolframkarbide und andere Hartphasen nicht thermisch aufgelöst, sondern homogen und unbeschädigt in die Matrix eingebettet.
Schichtdicken von 0,15 bis 6 mm – in Sonderfällen bis 20 mm – lassen sich präzise einstellen. Eine 1 mm starke Laser-Hartauftragsschicht erreicht häufig die Standzeit einer 3 bis 5 mm dicken Fülldrahtschicht.
Hoher Automatisierungsgrad, definierte Prozessfenster und 2D-/3D-Bewegung von Optik und Düse sorgen für gleichbleibende Schichtqualität – auch bei komplexen Geometrien und in Zwangslagen.
Pulverförmige Zusätze ermöglichen feinste Karbidverteilung, drahtbasierte Verfahren erlauben hohe Materialeintragsraten. capilla führt den Draht zentrisch in die Schmelze – präzise und prozesssicher.
Laserauftragschweißen ist immer dann sinnvoll, wenn Aufmischung, Verzug und Karbid-Erhalt entscheidend sind oder Schichtdicken präzise eingestellt werden müssen. Auch dort, wo konventionelle Verfahren an ihre Grenzen kommen – etwa bei schlecht schweißbaren Werkstoffen mit hohem Kohlenstoffgehalt oder bei filigranen Bauteilen – spielt der Laser seine Stärke aus.
Typische Einsatzfelder sind anspruchsvoller Verschleißschutz, endkonturnahe Beschichtung von Funktionsflächen, Reparatur hochwertiger Bauteile sowie der additive Aufbau komplexer Geometrien per Laser-3D-Druck.
eine sehr geringe Aufmischung mit dem Grundwerkstoff gefordert ist, etwa zum Erhalt von Karbiden oder Sonderlegierungen.
präzise Schichtdicken ab 0,15 mm und endkonturnaher Auftrag teure Nacharbeit ersparen sollen.
Bauteile mit geringem Wärmeeintrag beschichtet werden müssen, um Verzug und Gefügeveränderung zu vermeiden.
schwer oder als nicht schweißbar geltende Werkstoffe ohne oder mit nur geringer Vorwärmung verarbeitet werden sollen.
komplexe Geometrien oder Ersatzteile additiv per Laser-3D-Druck aufgebaut werden müssen.
Lüfterräder in der Zement-, Recycling-, Kraftwerks-, Chemie- und Schüttgutindustrie fördern häufig hochabrasive Feinstäube. Bereits geringe Materialverluste an den Schaufelkanten verändern die Strömungsgeometrie, reduzieren den Wirkungsgrad und erhöhen Energieverbrauch sowie Verschleiß der gesamten Anlage. Mit endkonturnahem Laserauftragsschweißen stellt CAPILLA die ursprüngliche Kontur gezielt wieder her und schützt besonders beanspruchte Bereiche mit verschleißoptimierten Funktionsschichten.
Vorher
Feinabrasiver Verschleiß an den Schaufelkanten führte zu Materialverlust, sinkender Förderleistung und vermindertem Wirkungsgrad des Lüfters. Die veränderte Strömungsgeometrie erhöhte Energieverbrauch, Unwucht und Wartungsaufwand.
Nachher
Endkonturnaher Laser-Hartauftrag auf den verschlissenen Schaufelkanten. Die speziell entwickelte Funktionsschicht verbindet sich schmelzmetallurgisch mit dem Grundwerkstoff und wird präzise nur dort aufgetragen, wo Verschleiß auftritt.
Ergebnis
Wiederhergestellte Strömungsgeometrie, deutlich längere Standzeiten und dauerhaft höhere Energieeffizienz. Durch den gezielten Verschleißschutz sinken Materialverlust, Wartungsaufwand und Stillstandszeiten nachhaltig.
Laserauftragschweißen, auch als Laser Cladding oder Laser Metal Deposition (LMD) bezeichnet, ordnet sich an der Spitze der industriellen Auftragsverfahren ein. Es kombiniert eine sehr hohe Energiedichte mit präziser räumlicher und zeitlicher Steuerung der Energieeinbringung. Pulver oder Draht wird gezielt in das vom Laser erzeugte Schmelzbad eingebracht und schmelzmetallurgisch mit dem Grundwerkstoff verbunden.
Charakteristisch sind eine Aufmischung von häufig unter 2 Prozent, Schichtdicken ab 0,15 mm und ein endkonturnaher Lagenaufbau. Karbide bleiben durch den Verzicht auf einen übertragenden Lichtbogen unzerstört und werden homogen in der Matrix eingebettet – ein zentraler Vorteil gegenüber PTA und lichtbogenbasierten Verfahren.
Über 2D-/3D-Bewegung von Optik und Düse, definierte Prozessfenster und Spotgrößen lassen sich Schichteigenschaften, Konturtreue und Karbidverteilung exakt steuern. In Sonderfällen ermöglicht das Verfahren sogar den additiven Aufbau funktionsgleicher Bauteile per Laser-3D-Druck.
PTA-Schweißen ist die etablierte industrielle Auftrags-Alternative – günstiger in der Anlage, mit etwas größeren Schichtdicken und höherer Aufmischung. Laserauftragschweißen erreicht mit Aufmischung unter 2 Prozent und Schichtdicken ab 0,15 mm präzisere Ergebnisse, besonders dort, wo Verzug, Karbid-Erhalt und Endkonturnähe entscheidend sind.
WIG-Auftragschweißen bietet manuelle Flexibilität und niedrige Anlagenkosten, eignet sich aber primär für kleinere Bauteile und Reparaturen mit überschaubarer Geometrie. Laserauftragschweißen liefert die Reproduzierbarkeit und Automatisierbarkeit, die in der Serien-Beschichtung anspruchsvoller Bauteile gefragt sind.
Thermisches Spritzen erzeugt Beschichtungen ohne Aufschmelzen des Grundwerkstoffs – die Schicht haftet rein mechanisch. Laserauftragschweißen schafft eine echte schmelzmetallurgische Verbindung zwischen Schicht und Grundwerkstoff und ist dadurch deutlich belastbarer unter Schlag-, Schwing- und Dauerlast.
Jedes Auftragschweißprojekt folgt einem strukturierten Ablauf – von der ersten Bauteilanalyse bis zur geprüften Auftragsschicht. So entstehen reproduzierbare Ergebnisse, die auf Belastung, Werkstoff und Einsatzbedingungen abgestimmt sind.
Im ersten Schritt werden Geometrie, Werkstoff und Einsatzbedingungen des Bauteils erfasst. Dazu zählen die Art der Beanspruchung – etwa Verschleiß, Korrosion oder thermische Belastung – sowie die geforderten Schichteigenschaften. Auf dieser Basis wird das passende Schweißverfahren ausgewählt und der Prozess ausgelegt.
Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Schweißzusätze und Legierungen zum Einsatz, etwa für Verschleißschutz, Korrosionsschutz oder Hitzeschutz. Die Werkstoffauswahl wird auf den Grundwerkstoff und die spätere Belastung abgestimmt, um eine dauerhaft stabile Verbindung zu erreichen.
Vor dem Auftragschweißen wird das Bauteil entsprechend vorbereitet. Dazu gehören die Reinigung der Oberfläche, das Entfernen von Verunreinigungen sowie gegebenenfalls eine mechanische Bearbeitung der Beschichtungsfläche. Eine saubere Oberfläche ist die Grundlage für eine stoffschlüssige Verbindung und reproduzierbare Schichtqualität.
Das Auftragschweißen erfolgt mit präzise eingestellten Prozessparametern. Energiezufuhr, Werkstoffzuführung und Schweißgeschwindigkeit werden gezielt geregelt, um Schichtdicke und Einbrandverhalten kontrolliert einzustellen. So entstehen homogene Auftragsschichten mit definierten Eigenschaften.
Nach dem Auftragschweißen wird die Schicht je nach Anforderung mechanisch nachbearbeitet, etwa durch Drehen oder Schleifen, um die geforderte Maßhaltigkeit zu erreichen. Abschließend folgt die Qualitätsprüfung der Schweißnaht und der Auftragsschicht, bevor das Bauteil zurück an den Kunden geht.
Sie sind unsicher, welches Schweißverfahren für Ihre Anwendung geeignet ist?
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und Kombination der richtigen Prozesse.
Beim Laserauftragschweißen bestimmen Pulver- oder Drahtzusatz, Karbidanteil und Legierungssystem die Eigenschaften der Auftragsschicht – von Verschleißbeständigkeit und Härte bis zu Korrosions- und Hitzebeständigkeit.
capilla liefert Pulver- und Drahtzusätze für Laser Cladding, inklusive karbidischer Hartauftrags-Werkstoffe mit Wolframkarbiden und individuell ausgelegter Mischungen für Verschleißschutz und Funktionsbeschichtung.
Im Laser-Kompetenz-Zentrum (LKZ) bündelt capilla moderne Technologien für automatisierte Beschichtung und Fertigung. Bauteile werden mit laserbasierten Verfahren gezielt aufgebaut, vergütet und auf die Anwendung abgestimmt. Schichtdicke, Materialauftrag und Prozessparameter lassen sich präzise steuern – auch bei komplexen Geometrien und Serienanwendungen.
So entstehen Beschichtungs- und Fertigungslösungen, die über klassische Schweißverfahren hinausgehen und mit konventionellen Ansätzen in dieser Form nicht realisierbar sind.
Laserauftragschweißen, international auch als Laser Cladding oder Laser Metal Deposition (LMD) bezeichnet, ist ein Auftragschweißverfahren, bei dem ein fokussierter Laserstrahl die Oberfläche eines Bauteils lokal aufschmilzt. Gleichzeitig wird ein Schweißzusatz – meist in Pulverform, alternativ als Draht – in das entstehende Schmelzbad eingebracht und schmelzmetallurgisch mit dem Grundwerkstoff verbunden.
Charakteristisch sind eine sehr geringe Aufmischung mit dem Grundwerkstoff, ein endkonturnaher Lagenaufbau und die Möglichkeit, Schichtdicken ab 0,15 mm präzise einzustellen. Das Verfahren wird industriell in der Beschichtungs- und Reparaturtechnik eingesetzt und ermöglicht auch additive Anwendungen (Directed Energy Deposition, DED).
capilla setzt Laser Cladding für anspruchsvollen Verschleißschutz, endkonturnahe Beschichtung und Reparatur hochwertiger Bauteile ein.
Beim Laserauftragschweißen wird die Bauteiloberfläche durch einen Laserstrahl lokal aufgeschmolzen. In das entstehende Schmelzbad wird der Schweißzusatz eingebracht – pulverbasiert über Düsen mit Trägergas oder drahtbasiert über Vorschubrollen. Bei capilla erfolgt die Drahtzuführung zentrisch in die Schmelze für maximale Prozesssicherheit.
Optik und Düse bewegen sich definiert in 2D oder 3D über das Bauteil und erzeugen so reproduzierbare Schweißraupen. Pulver erlaubt die feinste Karbidverteilung und sehr dünne Schichten, Draht ermöglicht höhere Eintragsraten. Karbide bleiben durch den Verzicht auf einen übertragenden Lichtbogen unzerstört und homogen in der Matrix eingebettet.
capilla wählt Pulver- oder Drahtverfahren je nach Bauteilgeometrie, geforderter Schicht und Werkstoffsystem aus.
Laserauftragschweißen wird industriell überall dort eingesetzt, wo höchste Präzision, geringe Aufmischung, minimaler Verzug oder Karbid-Erhalt gefragt sind. Typische Einsatzfelder sind anspruchsvoller Verschleißschutz an Werkzeugen, Bohrkronen, Schnecken und Walzen, endkonturnahe Beschichtung von Funktionsflächen sowie Reparatur und Wiederherstellung hochwertiger Bauteile.
Daneben ermöglicht das Verfahren additive Anwendungen: komplexe Geometrien oder Teilbereiche lassen sich per Laser-3D-Druck funktionsgleich aufbauen – etwa als Ersatzteil bei langer Lieferzeit oder zur Realisierung von Geometrien, die konventionell nicht herstellbar wären.
capilla setzt Laser Cladding individuell ausgelegt für Bauteilgeometrie, Beanspruchung und Standzeitanforderung ein.
Die zentralen Vorteile von Laserauftragschweißen gegenüber PTA und lichtbogenbasierten Verfahren sind eine sehr geringe Aufmischung (häufig unter 2 Prozent), präziser endkonturnaher Auftrag mit Schichtdicken ab 0,15 mm und der Erhalt eingebrachter Karbide. Wolframkarbide werden nicht durch hohe Lichtbogentemperaturen aufgelöst, sondern homogen in der Matrix eingebettet – was zu deutlich höherem und gleichmäßigerem Verschleißschutz führt.
Hinzu kommen minimaler Verzug durch gezielte Wärmeeinbringung, hohe Reproduzierbarkeit und Automatisierbarkeit sowie die Möglichkeit, schwer schweißbare Werkstoffe ohne oder mit nur geringer Vorwärmung zu verarbeiten. Bei vergleichbaren Standzeiten reicht häufig eine 1 mm dicke Laserschicht aus, wo PTA oder Fülldraht 3 bis 5 mm benötigen.
capilla liefert Pulver- und Drahtzusätze, die für Laserprozesse abgestimmt sind und die Verfahrensvorteile vollständig nutzbar machen.
Laserauftragschweißen ermöglicht Schichtdicken von etwa 0,15 bis 6 mm. In Sonderfällen sind auch Schichtdicken bis rund 20 mm realisierbar. Schichtbreiten reichen typischerweise von 0,5 bis 10 mm, je nach Spotgröße und Düsengeometrie. Damit deckt das Verfahren ein außergewöhnlich breites Anwendungsspektrum ab – von feinsten Funktionsschichten bis zu massiveren Verschleißschutzaufträgen.
Im direkten Vergleich erreichen bereits sehr dünne Laserschichten von 0,25 bis 0,50 mm die Härte- und Verschleißeigenschaften, die konventionelle Verfahren erst nach mehreren Lagen und 3 bis 5 mm Schichtdicke liefern. Daraus resultieren geringerer Materialverbrauch, weniger Verzug und ein insgesamt effizienterer Beschichtungsprozess.
capilla legt Schichtdicke und Schichtbreite passend zur Beanspruchung und Bauteilgeometrie individuell aus.
Laser Cladding verarbeitet ein außergewöhnlich breites Spektrum an Werkstoffen: nickel-, kobalt- und eisenbasierte Hartlegierungen, korrosionsbeständige Edelstähle, Verschleißschutzlegierungen mit Wolframkarbiden, Chromkarbiden oder anderen Hartphasen, sowie spezielle Sonderwerkstoffe. Auch Werkstoffe mit hohem Kohlenstoffgehalt, die mit konventionellen Verfahren oft als schlecht schweißbar gelten, lassen sich vielfach ohne oder mit nur geringer Vorwärmung verarbeiten.
Besonders relevant ist der Erhalt eingebrachter Karbide: Wolframkarbide werden durch die fokussierte, kontrollierte Energieeinbringung nicht aufgelöst, sondern homogen und unbeschädigt in der Matrix eingebettet. Das Prozessfenster verhindert zuverlässig, dass Karbide aufgrund von Dichteunterschieden absinken oder sich entmischen.
capilla wählt Werkstoff- und Karbidsystem gezielt nach Schüttgutspezifikation, Beanspruchung und Standzeitanforderung aus.
Die Aufmischung mit dem Grundwerkstoff liegt beim Laserauftragschweißen typischerweise unter 2 Prozent. Das bedeutet: nahezu die gesamte Legierungszusammensetzung des Schweißzusatzes bleibt in der Auftragsschicht erhalten. Härteverlust und Eigenschaftsabfall durch Vermischung sind erheblich geringer als bei PTA (üblicherweise 5 bis 15 Prozent Aufmischung) oder klassischen Lichtbogenverfahren (oft 20 Prozent und mehr).
Die geringe Aufmischung ist eine direkte Folge der fokussierten und kontrollierten Energieeinbringung des Lasers. Das definierte Prozessfenster lässt das Grundmaterial nur lokal und in geringer Tiefe aufschmelzen – gerade soviel, wie für eine echte schmelzmetallurgische Anbindung erforderlich ist.
capilla nutzt die geringe Aufmischung gezielt, um Karbide, Sonderlegierungen und definierte Schichteigenschaften reproduzierbar bereitzustellen.
Laserauftragschweißen eignet sich besonders gut für Reparatur und Instandsetzung verschlissener oder beschädigter Bauteile. Durch die lokale Wärmeeinbringung bleibt der Rest des Bauteils thermisch nahezu unbeeinflusst – ein entscheidender Vorteil gegenüber großflächiger thermischer Belastung bei klassischen Verfahren. Verzug und Gefügeveränderungen werden minimiert.
Typische Reparaturen sind Wiederherstellung von Werkzeugkanten, Auffüllung verschlissener Funktionsflächen, Aufbau abgenutzter Schneckenflanken oder das gezielte Schließen von Rissen an hochwertigen Bauteilen. In dringenden Fällen oder bei nicht verfügbaren Ersatzteilen lassen sich auch komplexe Geometrien per Laser-3D-Druck kurzfristig funktionsgleich herstellen.
capilla unterstützt bei der wirtschaftlichen Reparatur hochwertiger Bauteile durch individuell ausgelegten Laser-Auftrag.
Ja, Laserauftragschweißen ermöglicht einen besonders präzisen, endkonturnahen Lagenaufbau. Durch die 2D- und 3D-Bewegung von Optik und Düse entstehen definierte Schweißbahnen, die sich exakt an die geforderte Geometrie anpassen lassen. Funktionsschichten können häufig bereits nahezu in Endkontur aufgebracht werden, sodass kostenintensive Nacharbeiten wie Diamantschleifen entfallen oder stark reduziert werden.
Im Bereich der additiven Fertigung ist Laser Cladding eine etablierte Variante der Directed Energy Deposition (DED). Damit lassen sich komplexe Geometrien, Funktionsbereiche oder ganze Bauteile additiv aufbauen – auch dort, wo konventionelle Fertigung an ihre Grenzen kommt oder Ersatzteile kurzfristig benötigt werden.
capilla setzt den endkonturnahen Auftrag und additive Anwendungen gezielt ein, um Nacharbeit und Lieferzeiten zu reduzieren.
Laserauftragschweißen ist die bessere Wahl, sobald eine schmelzmetallurgische Verbindung zwischen Schicht und Grundwerkstoff gefordert ist. Thermisches Spritzen erzeugt Schichten, die rein mechanisch haften – ausreichend für viele Anwendungen, unter Schlag-, Schwing- oder Dauerlast aber nicht so belastbar wie metallurgisch angebundene Schichten. Laserschichten sind voll stoffschlüssig.
Gegenüber Fülldrahtauftragschweißen spielt der Laser seine Stärken aus, wenn Aufmischung und Verzug minimiert, Karbide erhalten oder sehr dünne Schichten gefordert sind. Eine 1 mm starke Laser-Hartauftragsschicht erreicht häufig die Standzeit einer 3 bis 5 mm starken Fülldrahtschicht aus dem gleichen Legierungssystem – bei deutlich geringerem Gewicht, Materialeinsatz und Bauteilverzug.
capilla wählt das Auftragsverfahren – Laser, PTA, MIG/MAG oder thermisches Spritzen – nach den konkreten Anforderungen an Schicht, Bauteil und Beanspruchung aus.