PTA-Schweißen - schichtgenau für Verschleiß- und Korrosionsschutz

PTA-Schweißen - schichtgenau für Verschleiß- und Korrosionsschutz

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Plasma-Pulver-Auftragschweißen (PTA-Schweißen), auch als Plasma Transferred Arc bekannt, ist ein thermisches Beschichtungsverfahren zur gezielten Oberflächenbehandlung von Bauteilen. Im PTA-Schweißverfahren erzeugt ein Plasmalichtbogen die nötige Energie, um metallisches Pulver aufzuschmelzen und stoffschlüssig mit dem Grundwerkstoff zu verbinden. Das Ergebnis sind hochbelastbare Funktionsschichten mit minimaler Aufmischung und definierten Eigenschaften.

Eingesetzt wird das Verfahren vor allem dort, wo Bauteile in Maschinen- und Anlagenbau dauerhaft unter Verschleiß, Hitze oder Korrosion stehen und Stillstände hohe Kosten verursachen. Statt Komponenten regelmäßig zu ersetzen, ermöglicht PTA-Auftragschweißen eine gezielte Verstärkung oder Wiederherstellung.

Damit ist PTA-Schweißen nicht nur ein technisches Verfahren, sondern eine wirtschaftliche Lösung: längere Standzeiten, geringere Ersatzteilkosten und planbare Instandhaltung mit längeren Standzeiten, geringeren Ersatzteilkosten und planbarer Instandhaltung.

PTA-Auftragschweißen für Beschichtung, Instandsetzung und Verschleißschutz

Wir setzen das PTA-Schweißen gezielt ein, um Bauteile zu schützen, instand zu setzen und ihre Standzeit im industriellen Einsatz wirtschaftlich zu verlängern. Das Verfahren eignet sich für hochbeanspruchte Komponenten, bei denen Verschleißschutz, Korrosionsschutz oder definierte Funktionsschichten gefordert sind. Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Pulverwerkstoffe und Legierungen zum Einsatz, abgestimmt auf Bauteil, Belastung und Einsatzumgebung.

Verschleißschutz-beschichtungen

Gezielter Materialauftrag auf hochbelasteten Bauteilen in Maschinen- und Anlagenbau, der abrasiven Belastungen, Reibung und Schlag standhält.

Instandsetzung verschlissener Bauteile

Wirtschaftliche Alternative zum Austausch: Bauteile werden durch gezielten Materialauftrag wieder in den funktionsfähigen Zustand gebracht.

Auftragschweißen von Funktionsschichten

Auftragschweißen von Schichten mit definierten Eigenschaften, abgestimmt auf spezifische technische Anforderungen und Belastungsprofile.

Korrosions- und Hitzeschutz

Schutzschichten gegen chemische und thermische Einflüsse durch gezielte Auswahl korrosions- und hitzebeständiger Pulverwerkstoffe.

Maßgenaue Wiederherstellung

Verschlissene Bauteile werden durch gezielten Materialauftrag wieder auf ihre ursprüngliche Geometrie gebracht. Geeignet für Wellen, Walzen oder Dichtflächen, bei denen Präzision entscheidend ist.

Melden Sie sich bei Fragen:

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des richtigen Schweißverfahrens und der passenden Lösung.

Verschleißschutz in der Praxis: PTA-Beschichtung einer Schneckenwelle

Bauteile in Förder- und Anlagentechnik sind durch Abrasion, Reibung und Schlagbelastung dauerhaft beansprucht. Schnecken, Walzen und Wellen verlieren dadurch an Funktion und müssen regelmäßig ersetzt werden. PTA-Auftragschweißen trägt verschleißfeste Werkstoffe gezielt dort auf, wo die Belastung am höchsten ist – mit reproduzierbarer Schichtdicke und schmelzmetallurgischer Verbindung zum Grundwerkstoff. Durch die geringe Aufmischung von etwa fünf bis fünfzehn Prozent bleiben Härte und Verschleißbeständigkeit des aufgetragenen Werkstoffs weitgehend erhalten.

Vorher
Nachher
Vorher Nachher

Schneckenwelle im Förderprozess

Vorher

Starker Materialabtrag durch abrasive Schüttgüter im Dauerbetrieb.

Nachher

PTA-Beschichtung mit verschleißfestem Pulverwerkstoff, schmelzmetallurgisch mit dem Grundwerkstoff verbunden.

Ergebnis

Deutlich verlängerte Standzeit, weniger Stillstand und reduzierte Wartungsintervalle.

Vorteile von PTA-Schweißen im industriellen Einsatz

PTA-Schweißen bietet im industriellen Einsatz klare Vorteile, wenn Bauteile unter Verschleiß, Korrosion oder thermischer Belastung stehen und zuverlässig funktionieren müssen. Durch die gezielte Energieeinbringung des Plasmalichtbogens und die kontrollierbare Zuführung von Pulverwerkstoffen lassen sich belastbare und reproduzierbare Auftragsschichten erzeugen.

Das Verfahren verbindet die Beschichtung stoffschlüssig mit dem Grundwerkstoff und ermöglicht so eine dauerhaft stabile Nutzung auch unter hoher Beanspruchung. Gleichzeitig unterstützt PTA-Auftragschweißen dabei, Standzeiten zu verlängern, Stillstände zu reduzieren und Instandhaltungsprozesse besser planbar zu machen.


                                        Geringer Verzug und hohe Maßhaltigkeit

Geringer Verzug und hohe Maßhaltigkeit

Die kontrollierte Energieeinbringung des Plasmalichtbogens reduziert die thermische Belastung des Bauteils – mit hoher Maßgenauigkeit und stabiler Geometrie auch bei komplexen Bauteilen.


                                        Definierte Schichteigenschaften durch geringe Aufmischung

Definierte Schichteigenschaften durch geringe Aufmischung

Mit einem Aufmischungsgrad von etwa 5 bis 15 Prozent bleiben Härte und Verschleißbeständigkeit des Auftragwerkstoffs weitgehend erhalten. Die große Auswahl an Pulverwerkstoffen und Pseudolegierungen ermöglicht die gezielte Anpassung an die jeweilige Belastung.


                                        Hohe Standzeiten und belastbare Oberflächen

Hohe Standzeiten und belastbare Oberflächen

Die schmelzmetallurgische Verbindung zwischen Auftragsschicht und Grundwerkstoff sorgt für hohe Haftfestigkeit und dauerhaft belastbare Oberflächen – auch unter abrasiver, korrosiver oder thermischer Beanspruchung.


                                        Reproduzierbare Qualität bei Serienanwendungen

Reproduzierbare Qualität bei Serienanwendungen

Schichtdicke, Einbrandtiefe und Verdünnung lassen sich präzise einstellen. So entstehen homogene Auftragsschichten in gleichbleibender Qualität – auch bei wiederkehrenden Bauteilen und Serienfertigung.


                                        Reduzierte Instandhaltungskosten
und weniger Stillstand

Reduzierte Instandhaltungskosten
und weniger Stillstand

Gezielte Beschichtung statt häufigem Bauteiltausch verlängert Wartungsintervalle und macht Instandhaltungsprozesse planbarer. Stillstände in Maschinen- und Anlagenbau werden dadurch deutlich reduziert.


                                        Wirtschaftliche Alternative zu
Neuteilen und anderen Verfahren

Wirtschaftliche Alternative zu
Neuteilen und anderen Verfahren

Geringere Investitionskosten als Laserschweißen, geringere Werkstoffverluste als bei thermischem Spritzen und die Wiederverwendung verschlissener Bauteile machen PTA-Schweißen zu einer wirtschaftlichen Lösung.


                                Wann ist PTA-Schweißen sinnvoll?

Wann ist PTA-Schweißen sinnvoll?

PTA-Schweißen ist immer dann sinnvoll, wenn Bauteile durch Verschleiß, Korrosion oder thermische Belastung an Funktion verlieren und ein Austausch wirtschaftlich nicht zielführend ist. Besonders bei hochbeanspruchten Funktionsflächen oder wiederkehrendem Materialabtrag bietet das Verfahren eine gezielte und nachhaltige Lösung.

Zu den typischen Anwendungsgebieten zählen rotationssymmetrische Bauteile wie Wellen, Schnecken, Walzen sowie Ventil- und Dichtflächen in Maschinen- und Anlagenbau. Durch die kontrollierte Energieeinbringung über den Plasmalichtbogen wird das Bauteil deutlich geringer thermisch belastet als bei konventionellen Verfahren wie MIG oder MAG. Das reduziert Verzug und erhält die Bauteilgeometrie.

PTA-Auftragschweißen eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen:

  • Bauteile, wie z. B. Förderschnecken, Walzen regelmäßig durch Abrasion, Reibung oder Schlagbelastung verschleißen

  • definierte Schichteigenschaften wie Härte oder Korrosionsbeständigkeit gefordert sind

  • Maßhaltigkeit und geringe Bauteilverformung entscheidend sind

  • eine wirtschaftliche Alternative zum Neuteil oder zum thermischen Spritzen gesucht wird

Korrosionsschutz in der Praxis: PTA-Beschichtung von Ventilkomponenten

Ventil- und Dichtflächen in der Verfahrens- und Anlagentechnik sind dauerhaft chemisch aggressiven Medien und thermischer Belastung ausgesetzt. Korrosion an Dichtbereichen führt zu Leckagen, Funktionsverlust und ungeplanten Stillständen. PTA-Auftragschweißen trägt korrosionsbeständige Pulverwerkstoffe gezielt auf die belastete Funktionsfläche auf. Die Schicht wird schmelzmetallurgisch mit dem Grundwerkstoff verbunden und in definierter Schichtdicke aufgebaut.

Vorher
Nachher
Vorher Nachher

Ventilkomponenten

Vorher

Korrosionsangriff und Materialermüdung im Dichtbereich durch aggressive Medien.

Nachher

PTA-Beschichtung mit korrosionsbeständigem Pulverwerkstoff, schmelzmetallurgisch mit dem Grundwerkstoff verbunden.

Ergebnis

Höhere Lebensdauer, dichte Funktionsflächen und reduzierte Ausfallzeiten.

PTA-Schweißen im Vergleich zu anderen Beschichtungsverfahren

Einordnung und Besonderheiten des PTA-Schweißens

PTA-Schweißen ordnet sich zwischen MIG/MAG-Schweißen, thermischem Spritzen und Laserschweißen ein und kombiniert Eigenschaften aus beiden Verfahrensgruppen: die hohe Haftfestigkeit eines Schweißprozesses mit der präzisen Schichtsteuerung eines Beschichtungsverfahrens. Die Kombination aus schmelzmetallurgischer Verbindung, geringer Aufmischung und kontrollierter Energieeinbringung über den Plasmalichtbogen unterscheidet das Verfahren von konventionellen Schweiß- und Beschichtungsverfahren.
Schichtdicke, Einbrandtiefe und Verdünnung lassen sich präzise einstellen, was eine reproduzierbare Schichtqualität ermöglicht.

Hinzu kommen die hohe Reproduzierbarkeit und die gute Automatisierbarkeit, die PTA-Auftragschweißen besonders für Serienanwendungen und wiederkehrende Bauteile geeignet machen.

Unterschiede zu MIG/MAG, thermischem Spritzen und Laserschweißen

MIG/MAG-Schweißen

Höhere Aufmischung des Grundwerkstoffs, stärkere thermische Beeinflussung des Bauteils und größerer Verzug. PTA-Schweißen ermöglicht dagegen eine präzisere Steuerung von Energieeintrag und Schichtdicke.

Thermisches Spritzen

Mechanische Oberflächenhaftung ohne stoffschlüssige Verbindung. PTA-Schweißen erzeugt dagegen eine schmelzmetallurgische Verbindung mit deutlich höherer Haftfestigkeit und Belastbarkeit bei stark beanspruchten Bauteilen.

Laserschweißen

Hohe Präzision bei deutlich höheren Investitions- und Betriebskosten. PTA-Schweißen bietet vergleichbare Schichtqualität bei geringeren Anschaffungskosten und günstigeren Ersatz- und Verschleißteilen.

Präzise Technik. Klarer Prozess. So arbeiten wir.

Jedes Auftragschweißprojekt folgt einem strukturierten Ablauf – von der ersten Bauteilanalyse bis zur geprüften Auftragsschicht. So entstehen reproduzierbare Ergebnisse, die auf Belastung, Werkstoff und Einsatzbedingungen abgestimmt sind.

1. Analyse des Bauteils

Im ersten Schritt werden Geometrie, Werkstoff und Einsatzbedingungen des Bauteils erfasst. Dazu zählen die Art der Beanspruchung – etwa Verschleiß, Korrosion oder thermische Belastung – sowie die geforderten Schichteigenschaften. Auf dieser Basis wird das passende Schweißverfahren ausgewählt und der Prozess ausgelegt.

2. Auswahl des Schweißzusatzes

Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Schweißzusätze und Legierungen zum Einsatz, etwa für Verschleißschutz, Korrosionsschutz oder Hitzeschutz. Die Werkstoffauswahl wird auf den Grundwerkstoff und die spätere Belastung abgestimmt, um eine dauerhaft stabile Verbindung zu erreichen.

3. Vorbereitung des Bauteils

Vor dem Auftragschweißen wird das Bauteil entsprechend vorbereitet. Dazu gehören die Reinigung der Oberfläche, das Entfernen von Verunreinigungen sowie gegebenenfalls eine mechanische Bearbeitung der Beschichtungsfläche. Eine saubere Oberfläche ist die Grundlage für eine stoffschlüssige Verbindung und reproduzierbare Schichtqualität.

4. Auftragschweißen

Das Auftragschweißen erfolgt mit präzise eingestellten Prozessparametern. Energiezufuhr, Werkstoffzuführung und Schweißgeschwindigkeit werden gezielt geregelt, um Schichtdicke und Einbrandverhalten kontrolliert einzustellen. So entstehen homogene Auftragsschichten mit definierten Eigenschaften.

5. Qualitätsprüfung

Nach dem Auftragschweißen wird die Schicht je nach Anforderung mechanisch nachbearbeitet, etwa durch Drehen oder Schleifen, um die geforderte Maßhaltigkeit zu erreichen. Abschließend folgt die Qualitätsprüfung der Schweißnaht und der Auftragsschicht, bevor das Bauteil zurück an den Kunden geht.

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Andreas Frische
Technische Leitung

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                                Ohne den richtigen Schweißzusatz keine stabile Lösung.

Ohne den richtigen Schweißzusatz keine stabile Lösung.

Neben dem Verfahren spielt der Schweißzusatz eine zentrale Rolle. Er bestimmt maßgeblich die Eigenschaften der Schweißverbindung oder Beschichtung, von Härte und Verschleißbeständigkeit bis zur Korrosions- und Hitzebeständigkeit.

capilla bietet Schweißzusätze für ein breites Anwendungsspektrum, abgestimmt auf Werkstoff, Verfahren und Einsatzbedingungen.

Zu den Schweißszusätzen

Automatisierte Schweißverfahren im capilla LKZ

Im Laser-Kompetenz-Zentrum (LKZ) bündelt capilla moderne Technologien für automatisierte Beschichtung und Fertigung. Bauteile werden mit laserbasierten Verfahren gezielt aufgebaut, vergütet und auf die Anwendung abgestimmt. Schichtdicke, Materialauftrag und Prozessparameter lassen sich präzise steuern – auch bei komplexen Geometrien und Serienanwendungen.

So entstehen Beschichtungs- und Fertigungslösungen, die über klassische Schweißverfahren hinausgehen und mit konventionellen Ansätzen in dieser Form nicht realisierbar sind.

Mehr über das capilla LKZ

Häufige Fragen zum PTA-Schweißen

PTA-Schweißen, auch Plasma-Pulver-Auftragschweißen genannt, ist ein thermisches Beschichtungsverfahren zur gezielten Oberflächenbehandlung von Bauteilen. Die Abkürzung PTA steht für Plasma Transferred Arc und beschreibt den lichtbogenübertragenen Schweißprozess.
Eingesetzt wird das Verfahren vor allem für Verschleißschutz, Korrosionsschutz und die Instandsetzung hochbeanspruchter Bauteile in Maschinen- und Anlagenbau. Typische Anwendungen sind rotationssymmetrische Bauteile wie Wellen, Schnecken, Walzen sowie Ventil- und Dichtflächen.

capilla bietet PTA-Auftragschweißen für industrielle Anwendungen und unterstützt bei der Auswahl passender Schweißzusätze.

Eine PTA-Beschichtung ist eine schmelzmetallurgisch aufgetragene Schutzschicht, die durch Plasma-Pulver-Auftragschweißen auf ein Bauteil aufgebracht wird. Sie verbindet sich stoffschlüssig mit dem Grundwerkstoff und bildet eine dauerhaft belastbare Funktionsschicht mit definierten Eigenschaften.

Im Unterschied zu thermisch gespritzten Schichten, die nur mechanisch auf der Oberfläche haften, entsteht bei einer PTA-Beschichtung eine metallische Verbundverbindung mit hoher Haftfestigkeit. Schichtdicke und Pulverwerkstoff lassen sich gezielt auf die jeweilige Belastung abstimmen, etwa für besondere Härte, Korrosionsbeständigkeit oder Hitzebeständigkeit.

capilla fertigt PTA-Beschichtungen für Bauteile wie Wellen, Schnecken, Walzen oder Ventil- und Dichtflächen.

Beim PTA-Schweißverfahren wird ein Plasmalichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück gezündet und durch ein fokussierendes Plasmagas gebündelt. Über eine separate Pulverzuführung wird metallisches Pulver in den Lichtbogen eingebracht, dort aufgeschmolzen und in das Schmelzbad auf der Bauteiloberfläche überführt.

Die Energiezufuhr wird über die Stromquelle präzise geregelt, wodurch sich Einbrandtiefe, Schichtdicke und Verdünnung gezielt einstellen lassen. Ein Schutzgas schirmt den Schweißprozess gegen die Umgebung ab und verhindert Oxidation. Typische Aufmischungsgrade liegen bei etwa fünf bis fünfzehn Prozent, wodurch die Eigenschaften des Auftragwerkstoffs weitgehend erhalten bleiben.

capilla nutzt das PTA-Schweißverfahren für reproduzierbare Auftragsschichten in Serien- und Einzelfertigung.

Die zentralen Vorteile von PTA-Schweißen sind die geringe Aufmischung zum Grundwerkstoff, die hohe Maßhaltigkeit durch reduzierten Verzug und die reproduzierbare Schichtqualität bei Serienanwendungen. Die schmelzmetallurgische Verbindung sorgt für eine deutlich höhere Haftfestigkeit als bei thermisch gespritzten Schichten.

Hinzu kommt die wirtschaftliche Komponente: Im Vergleich zu Laserschweißen sind Investitions- und Betriebskosten geringer, im Vergleich zum Bauteiltausch reduzieren sich Stillstände und Ersatzteilkosten. Die große Auswahl an Pulverwerkstoffen ermöglicht die gezielte Anpassung der Schicht an unterschiedliche Belastungen wie Abrasion, chemischen Angriff oder thermische Beanspruchung.

capilla setzt PTA-Auftragschweißen ein, um Bauteile wirtschaftlich zu beschichten und ihre Standzeit zu verlängern.

PTA-Schweißen unterscheidet sich von anderen Auftragschweißverfahren vor allem durch die Kombination aus geringer Aufmischung, präziser Energieeinbringung über den Plasmalichtbogen und stoffschlüssiger Verbindung zum Grundwerkstoff. Gegenüber MIG/MAG-Schweißen ist die thermische Belastung des Bauteils deutlich geringer, gegenüber thermischem Spritzen entsteht eine metallische Verbundverbindung statt einer mechanischen Oberflächenhaftung.

Im Vergleich zum Laserschweißen liefert das Verfahren ähnliche Schichtqualität bei deutlich niedrigeren Investitions- und Betriebskosten. Schichtdicke, Einbrandtiefe und Verdünnung lassen sich präzise einstellen, was reproduzierbare Auftragsschichten auch in der Serienfertigung ermöglicht.

capilla berät bei der Auswahl des passenden Schweißverfahrens für Bauteil, Werkstoff und Belastungsprofil.

Zu den Anwendungsgebieten von PTA-Schweißen zählen Verschleißschutz, Korrosionsschutz, Hitzeschutz und die Instandsetzung verschlissener Bauteile in Maschinen- und Anlagenbau. Eingesetzt wird das Verfahren überall dort, wo hochbeanspruchte Funktionsflächen mit definierten Eigenschaften gefordert sind und ein Bauteilaustausch wirtschaftlich nicht zielführend ist.

Typische Branchen sind Verfahrenstechnik, Energietechnik, Fördertechnik, Öl- und Gasindustrie sowie die industrielle Fertigung. Die gezielte Werkstoffauswahl und die kontrollierte Schichtbildung machen PTA-Auftragschweißen sowohl für Einzelfertigung als auch für Serienanwendungen geeignet.

capilla führt PTA-Beschichtungen für Bauteile aus diesen Branchen durch und liefert die passenden Schweißzusätze.

PTA-Schweißen schützt Bauteile vor Verschleiß und Korrosion, indem ein verschleiß- oder korrosionsbeständiger Pulverwerkstoff schmelzmetallurgisch auf die belastete Oberfläche aufgetragen wird. Die so entstehende Schutzschicht verbindet sich stoffschlüssig mit dem Grundwerkstoff und widersteht abrasivem Materialabtrag, chemischem Angriff oder thermischer Belastung.

Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Pulverwerkstoffe zum Einsatz, etwa hartstoffhaltige Werkstoffe für abrasive Beanspruchung oder nickel- und kobaltbasierte Legierungen für korrosive und thermische Belastung. Durch die geringe Aufmischung bleiben die Schutzeigenschaften der Schicht weitgehend erhalten und wirken auch unter Dauerbeanspruchung zuverlässig.

capilla wählt den passenden Schweißzusatz auf Basis von Werkstoff, Belastungsprofil und Einsatzumgebung aus.

PTA-Schweißen eignet sich zur Instandsetzung, wenn ein Bauteil seine ursprüngliche Geometrie oder Funktionsfläche durch Materialabtrag verloren hat und ein Austausch wirtschaftlich nicht zielführend ist. Besonders bei geometrisch komplexen, materialaufwändigen oder mit langen Wiederbeschaffungszeiten verbundenen Bauteilen ist das Verfahren eine wirtschaftliche Alternative zum Neuteil.

Durch die kontrollierte Energieeinbringung bleibt die Bauteilgeometrie während der Instandsetzung erhalten, durch den schmelzmetallurgischen Auftrag erreicht die wiederhergestellte Schicht eine hohe Haftfestigkeit und Belastbarkeit. So lassen sich Bauteile in den ursprünglichen Funktionszustand zurückführen, oft sogar mit verbesserten Schichteigenschaften.

capilla setzt PTA-Schweißen zur Instandsetzung von Wellen, Walzen, Dichtflächen und vergleichbaren Funktionsbauteilen ein.

Mittels PTA-Auftragschweißen lassen sich verschiedene metallische Pulverwerkstoffe verarbeiten, darunter Nickel-, Kobalt- und Eisenbasislegierungen sowie hartstoffhaltige Werkstoffe für besondere Verschleißbeständigkeit. Auch Pseudolegierungen, also Mischungen aus mehreren Pulverkomponenten, können gezielt aufgetragen werden, um spezifische Schichteigenschaften zu erzielen.

Als Grundwerkstoffe eignen sich Stähle, Edelstähle und Nickelbasislegierungen, die sich schweißmetallurgisch mit dem Auftragwerkstoff verbinden lassen. Die konkrete Werkstoffwahl richtet sich nach der späteren Belastung des Bauteils, etwa nach Anforderungen an Härte, Korrosions- oder Hitzebeständigkeit.

capilla bietet ein breites Sortiment an Schweißzusätzen für PTA-Auftragschweißen, abgestimmt auf Werkstoff, Verfahren und Einsatzbedingungen.

Voraussetzung für PTA-Schweißen ist ein schweißgeeignetes Bauteil mit sauber vorbereiteter Oberfläche. Verunreinigungen, Oxidschichten und Rückstände müssen vor dem Auftragschweißen entfernt werden, da sie die schmelzmetallurgische Verbindung zum Grundwerkstoff beeinträchtigen können.

Entscheidend sind außerdem die richtige Auswahl des Pulverwerkstoffs, abgestimmt auf Grundwerkstoff und spätere Belastung, sowie die korrekte Einstellung der Prozessparameter wie Energiezufuhr, Pulvermenge und Schweißgeschwindigkeit. Auch die Bauteilgeometrie spielt eine Rolle: Rotationssymmetrische Bauteile lassen sich besonders gut bearbeiten und automatisiert beschichten.

capilla berät zur Bauteilvorbereitung, zur Werkstoffauswahl und zur passenden Verfahrensauslegung.