Verschleißschutz für Gießereianlagen
In Gießereien stehen Bauteile unter dreifachem Druck: Formsand schleift, Schmelzen und Schlacken greifen chemisch an, und an Formen, Kokillen und Werkzeugen wechseln die Temperaturen ständig zwischen heiß und kalt.
Mit der Zeit reißen Werkzeuge, Mischerflügel verlieren ihre Kontur und Schleißbleche in der Putzerei werden dünn. Jeder Ausfall bremst den Guss und kostet teure Werkzeuge.
Wir liefern Verschleißschutz-Lösungen, Ersatzteile und Schweißzusätze, die genau dort ansetzen und Ihre Bauteile länger im Einsatz halten.
Typische Schweißfehler an Formen, Kokillen und Gießwerkzeugen
Beim Instandsetzen heißer Gießwerkzeuge entscheidet die Temperaturführung über Erfolg oder Ausschuss. Zwei Schadensbilder treten dabei besonders häufig auf, beide lassen sich mit der richtigen Vorgehensweise sicher vermeiden.
Problem: Heißrisse durch falsche Temperaturführung
Formen, Kokillen und Werkzeuge arbeiten bei wechselnden, hohen Temperaturen. Wird vor dem Schweißen nicht vorgewärmt oder das Bauteil zu schnell abgekühlt, entstehen thermische Spannungen, und die Naht reißt heiß auf.
Unsere Lösung: Kontrollierte Wärmeführung
Wir wärmen vor, halten eine definierte Lagenfolge ein und kühlen langsam und kontrolliert ab. So bleiben die thermischen Spannungen niedrig und die Naht rissfrei.
Problem: Poren in der Auftragsschicht
Verunreinigungen auf der Oberfläche oder ein unsauberer Prozess schließen Gas in der Schmelze ein. Die Auftragsschicht wird porös und hält der Belastung im Gießbetrieb nicht stand.
Unsere Lösung: Saubere Vorbereitung und geprüfte Prozesse
Mit gründlich vorbereiteter Oberfläche, geprüften warmfesten Schweißzusätzen und dokumentierten Parametern entsteht eine dichte, porenfreie Schicht.
Passende Schweißzusätze für Formen, Mischer und Putzerei
In der Gießerei entscheidet der Ort über die Belastung: heiß und thermisch wechselnd an Formen und Kokillen, hochabrasiv an Mischern und Schleißblechen, chemisch angegriffen im Schmelzkontakt. Den Zusatzwerkstoff wählen wir genau danach. Gegen Hitze und Temperaturwechsel setzen wir nickel- und kobaltbasierte Legierungen ein, gegen Sandabrasion chromkarbidreiche Fülldrähte. Bei kombinierter Belastung kommen mehrlagige Schichten aus zäher Pufferlage und harter Decklage zum Einsatz. Über die folgenden Verschleißarten gelangen Sie zu den passenden Schweißzusätzen für den jeweiligen Einsatzbereich.
Korrosion
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Metall-Metall-Reibverschleiß
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Schlagbeanspruchung
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Temperatur
Produkte anzeigenErsatz- und Verschleißteile für Gießereien
Formsand und mechanische Dauerbelastung verschleißen Bauteile in Gießereien stark. Hier finden Sie passende Verschleiß- und Ersatzteile für Ihre Anlagen:
Voll automatisiertes Auftragschweißen und additive Fertigung
Im Laser-Kompetenz-Zentrum bündelt capilla moderne Technologien für Beschichtung und Bauteilfertigung.
Hier werden Bauteile gezielt vergütet, verschleißfeste Schichten aufgetragen und komplexe Komponenten mittels additiver Verfahren wie 3D Cladding gefertigt.
Das ermöglicht Lösungen, die über klassische Schweißanwendungen hinausgehen und Bauteile nachhaltig leistungsfähiger machen.
Sie haben Verschleißprobleme, wiederkehrende Schäden oder möchten Ihre Anlagen wirtschaftlicher betreiben?
Unsere Experten unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Schweißzusätze, bei der Vergütung von Bauteilen und bei der Entwicklung langlebiger Lösungen.
Gemeinsam finden wir den Ansatz, der technisch und wirtschaftlich zu Ihrer Anwendung passt.
Darum capilla
Ganzheitlicher Ansatz
Vom Zusatzwerkstoff bis zum fertigen Bauteil – alle Lösungen greifen ineinander.
Fokus auf Verschleiß
Spezialisierung auf Anwendungen mit hoher Abrasion und mechanischer Belastung.
Praxisnahe Beratung
Analyse realer Anwendungen statt theoretischer Empfehlungen.
Eigene Technologien
Laser-Kompetenz-Zentrum für Beschichtung und additive Fertigung.
capilla Verschleißschutz nach Schüttgutspezifikation
Wir arbeiten nicht mit Standardrezepten. Ob Schüttgut, Medium oder Werkstück, entscheidend ist immer die tatsächliche Belastung, die auf das Bauteil wirkt. Korngröße, Härte, Temperatur, Strömung oder chemische Aggressivität bestimmen, welche Verschleißart dominiert und welcher Schutz wirklich passt.
Bevor wir Schweißzusatz, Verfahren und Schichtaufbau festlegen, analysieren wir die Einsatzbedingungen. So entsteht eine Lösung, die zu Ihrem Bauteil passt. Geprüfte Zusatzwerkstoffe und definierte Parameter gehören dazu, bei sicherheitskritischen Bauteilen ergänzt durch normgerechte Dokumentation.
Häufige Fragen zum Verschleißschutz in Gießereien
Branchenlösungen für Gießereien umfassen verschleißfeste Auftragsschichten, Reparaturschweißen und bauteilspezifische Schweißzusätze für die gesamten Gießereianlagen. Eingesetzt werden sie in der Sandaufbereitung, der Formerei und der Putzerei, an Formen, Kokillen, Mischern und Förderbauteilen. Ziel sind längere Standzeiten, weniger Stillstände und eine wirtschaftliche Instandhaltung stark beanspruchter Bauteile.
In Gießereien wirken drei dominante Belastungen: Sandabrasion durch Form- und Altsand in Sandaufbereitung und Putzerei, Hitze und zyklische Temperaturen an Formen, Kokillen und Werkzeugen sowie chemischer Angriff durch Schmelzen, Schlacken und Bindersysteme. Häufig treten diese Belastungen kombiniert auf, was den Schichtaufbau und die Wahl des Schweißzusatzes anspruchsvoll macht.
Der größte Verschleiß entsteht an Formen, Kokillen und Gießwerkzeugen durch Hitze und thermische Wechsel, in der Sandaufbereitung an Mischern, Mischerauskleidungen, Mischerflügeln und Mischmessern durch Sandabrasion, sowie in der Putzerei an Schleißblechen, Verschleißblechen und Schlagkörpern. Hinzu kommt Materialtransport an Schnecken, Zylindern sowie Rohren und Rohrbögen.
Formen und Kokillen werden durch Reparaturschweißen mit warmfesten und hitzebeständigen Schweißzusätzen instandgesetzt. Kritisch sind dabei zyklische Temperaturen und Heißrisse, die durch Vorwärmen, kontrollierte Wärmeführung und langsames Abkühlen vermieden werden. So lassen sich teure Werkzeuge mehrfach aufarbeiten, statt sie zu ersetzen.
Für Gießereianlagen werden warmfeste und verschleißfeste Legierungen eingesetzt, abgestimmt auf die jeweilige Belastung. Bei Hitze und thermischen Wechseln an Formen und Kokillen kommen nickel- und kobaltbasierte Schweißzusätze zum Einsatz, bei Sandabrasion in der Sandaufbereitung und Putzerei chromkarbidreiche Fülldrähte. Bei Mischbelastung werden mehrlagige Schichten aus zäher Pufferlage und harter Decklage kombiniert.
Sandabrasion in der Sandaufbereitung und Formerei wird durch Hartauftrag an Mischerauskleidungen, Mischerflügeln und Mischmessern reduziert. Karbidreiche Decklagen widerstehen dem feinabrasiven Formsand, eine zähe Pufferlage gleicht Spannungen zum Grundwerkstoff aus. So bleiben Mischer und Förderelemente länger maßhaltig und der Sandkreislauf läuft störungsfrei.
Schnecken, Zylinder sowie Rohre und Rohrbögen in Gießereien werden durch gezieltes Auftragsschweißen mit verschleißfesten Hartauftragsschichten geschützt. Bei dominierender Sandabrasion in Förderstrecken kommen chromkarbidreiche Schweißzusätze zum Einsatz, bei kombinierter Belastung ein mehrlagiger Aufbau. Das verlängert die Standzeit deutlich gegenüber unbeschichteten Bauteilen.
In der Putzerei werden Schleißbleche, Verschleißbleche und Schlagkörper durch Hartauftrag geschützt. Die Belastung ist dort hochabrasiv und schlagdominiert, weshalb ein mehrlagiger Schichtaufbau mit zäher Grundlage und harter Decklage Standard ist. So lassen sich Standzeiten an Strahl- und Putzanlagen vervielfachen.
Heißrisse beim Schweißen an Formen, Kokillen und Werkzeugen in Gießereien werden durch kontrollierte Wärmeführung vermieden. Vorwärmen vor dem Schweißen, definierte Lagenfolge und langsames, kontrolliertes Abkühlen reduzieren thermische Spannungen. Hinzu kommen geprüfte warmfeste Schweißzusätze, die mit den zyklischen Temperaturen der Gießumgebung dauerhaft kompatibel sind.
Reparaturschweißen an Formteilen, Kokillen und Gießwerkzeugen lohnt sich fast immer, wenn Maße und Funktionsflächen gezielt wiederhergestellt werden können. Gerade bei großen, teuren oder lieferzeitkritischen Bauteilen ist die Aufarbeitung mit warmfesten Schweißzusätzen deutlich wirtschaftlicher als ein Neuteil. Voraussetzung sind die richtige Wärmeführung und ein auf Hitze und chemischen Angriff abgestimmter Schweißzusatz.