Verschleißschutz-Lösungen für die Glasindustrie
In der Glasindustrie wirken drei Belastungen zugleich: Quarzsand schleift in der Gemengeaufbereitung und in den Förderleitungen, Glasschmelze und Gemenge greifen chemisch an, und an Schmelzwannen, Formen und Rollen wechseln die Temperaturen ständig.
Mit der Zeit reißen Funktionsschichten an heißen Formen, Umlenktöpfe werden vom Scherbenanteil ausgewaschen und Dosierschnecken verlieren ihre Förderleistung. Jeder Ausfall unterbricht die laufende Glasproduktion.
Wir liefern Verschleißschutz-Lösungen, Ersatzteile und Schweißzusätze, die genau dort ansetzen und Ihre Bauteile länger im Einsatz halten.
Typische Schweißfehler an Heißglas- und Förderbauteilen
Ob an heißen Formen oder an abrasiven Förderleitungen, eine Auftragsschicht hält nur bei sauberer Haftung und kontrollierter Wärme. Zwei Schadensbilder treten in der Glasindustrie besonders häufig auf, beide lassen sich mit der richtigen Vorgehensweise sicher vermeiden.
Problem: Abplatzungen durch falsche Haftung
Wird der Grundwerkstoff nicht sauber vorbereitet oder die Schicht mit falschen Parametern aufgetragen, haftet sie schlecht. An Heißglas-Bauteilen wie Rollen und Formen platzt die Funktionsschicht dann unter Temperaturwechseln ab.
Unsere Lösung: Saubere Vorbereitung und abgestimmte Parameter
Mit gründlich vorbereitetem Grundwerkstoff und auf das Bauteil abgestimmten Schweißparametern haftet die Schicht dauerhaft und hält dem Heißglas-Kontakt stand.
Problem: Risse durch unkontrollierte Wärmeführung
Formen, Rollen und Kontaktflächen erleben ständige Temperaturwechsel. Wird beim Schweißen die Wärme nicht kontrolliert geführt, entstehen Spannungen, und die Schicht reißt bei den nächsten Heiß-Kalt-Zyklen.
Unsere Lösung: Kontrollierte Wärmeführung und passende Legierung
Kontrolliertes Vorwärmen, abgestimmte Abkühlung und eine rissunempfindliche Legierung mit hoher Notlaufeigenschaft halten die Schicht auch bei häufigen Temperaturwechseln stabil.
Passende Schweißzusätze für Formen, Rollen und Gemengeaufbereitung
In der Glasindustrie entscheidet die Zone über die Belastung: heiß und chemisch angegriffen im Glaskontakt, hochabrasiv durch Quarzsand und Eigenscherben in Aufbereitung und Förderung. Den Zusatzwerkstoff wählen wir genau danach. Im Heißglas-Kontakt setzen wir warmfeste Nickel- und Wolframlegierungen mit hoher Notlaufeigenschaft ein, gegen Quarzsand-Abrasion chromkarbidreiche Schweißzusätze. Bei kombinierter Belastung kommen mehrlagige Schichten aus zäher Pufferlage und harter Decklage zum Einsatz. Über die folgenden Verschleißarten gelangen Sie zu den passenden Schweißzusätzen für den jeweiligen Einsatzbereich.
Korrosion
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Metall-Metall-Reibverschleiß
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Schlagbeanspruchung
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Temperatur
Produkte anzeigenErsatz- und Verschleißteile für die Glasindustrie
In Gemengeaufbereitung, Scherbenrecycling und Heißglas-Bereich verschleißen Bauteile wie Formen und Rollen, Mischerauskleidungen und Dosierschnecken oder Rohre, Rohrbögen und Umlenktöpfe besonders stark. Wir schützen sie mit Hartauftrag und setzen sie instand. Hier finden Sie passende Verschleiß- und Ersatzteile für Ihre Anlagen:
Voll automatisiertes Auftragschweißen und additive Fertigung
Im Laser-Kompetenz-Zentrum bündelt capilla moderne Technologien für Beschichtung und Bauteilfertigung.
Hier werden Bauteile gezielt vergütet, verschleißfeste Schichten aufgetragen und komplexe Komponenten mittels additiver Verfahren wie 3D Cladding gefertigt.
Das ermöglicht Lösungen, die über klassische Schweißanwendungen hinausgehen und Bauteile nachhaltig leistungsfähiger machen.
Sie haben Verschleißprobleme, wiederkehrende Schäden oder möchten Ihre Anlagen wirtschaftlicher betreiben?
Unsere Experten unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Schweißzusätze, bei der Vergütung von Bauteilen und bei der Entwicklung langlebiger Lösungen.
Gemeinsam finden wir den Ansatz, der technisch und wirtschaftlich zu Ihrer Anwendung passt.
Darum capilla
Ganzheitlicher Ansatz
Vom Zusatzwerkstoff bis zum fertigen Bauteil – alle Lösungen greifen ineinander.
Fokus auf Verschleiß
Spezialisierung auf Anwendungen mit hoher Abrasion und mechanischer Belastung.
Praxisnahe Beratung
Analyse realer Anwendungen statt theoretischer Empfehlungen.
Eigene Technologien
Laser-Kompetenz-Zentrum für Beschichtung und additive Fertigung.
capilla Verschleißschutz nach Schüttgutspezifikation
Wir arbeiten nicht mit Standardrezepten. Ob Schüttgut, Medium oder Werkstück, entscheidend ist immer die tatsächliche Belastung, die auf das Bauteil wirkt. Korngröße, Härte, Temperatur, Strömung oder chemische Aggressivität bestimmen, welche Verschleißart dominiert und welcher Schutz wirklich passt.
Bevor wir Schweißzusatz, Verfahren und Schichtaufbau festlegen, analysieren wir die Einsatzbedingungen. So entsteht eine Lösung, die zu Ihrem Bauteil passt. Geprüfte Zusatzwerkstoffe und definierte Parameter gehören dazu, bei sicherheitskritischen Bauteilen ergänzt durch normgerechte Dokumentation.
Häufige Fragen zum Verschleißschutz in der Glasindustrie
Branchenlösungen für die Glasindustrie umfassen verschleißfeste Auftragsschichten, Reparaturschweißen und bauteilspezifische Schweißzusätze für die gesamte Glasproduktion. Eingesetzt werden sie in der Gemengeaufbereitung, im Scherbenrecycling sowie an Heißglas-Komponenten wie Rollen, Formen und Kontaktflächen. Ziel sind längere Standzeiten an Bauteilen, die hohen Temperaturen, chemischem Angriff und quarzsand-bedingter Abrasion ausgesetzt sind.
In der Glasproduktion dominieren drei Belastungsarten: Quarzsand-Abrasion in der Gemengeaufbereitung und an Förderleitungen, hohe Temperaturen mit ständigen Temperaturwechseln an Schmelzwannen, Formen und Rollen sowie chemischer Angriff durch Glasschmelze und Gemengebestandteile. Ein hoher Scherbenanteil aus dem Scherbenrecycling verschärft die abrasive Belastung in Rohren, Rohrbögen und Umlenktöpfen zusätzlich.
Rohre, Rohrbögen und Umlenktöpfe in der Glasindustrie verschleißen besonders stark, weil das geförderte Gemenge einen hohen Anteil an Quarzsand und Eigenscherben enthält. Diese Mischung wirkt extrem abrasiv, vor allem an Umlenkungen, wo Strömungsrichtung und Aufprallenergie zusammentreffen. Schutz bieten karbidreiche Hartauftragsschichten, die gezielt auf die am stärksten beanspruchten Innenflächen aufgebracht werden.
Verschleiß in der Gemengeaufbereitung wird durch Hartauftrag an Misch- und Zerkleinerungswerkzeugen reduziert. Mischerauskleidungen, Mischerschaufeln, Abstreifer und Dosierschnecken erhalten karbidreiche Decklagen gegen die Quarzsand-Abrasion, bei kombinierter Schlagbeanspruchung mit einer zähen Pufferlage. So bleiben Mischgüte und Förderleistung über lange Standzeiten stabil.
Für die Glasindustrie werden chrombasierte, nickelbasierte und wolframhaltige Legierungen eingesetzt, abgestimmt auf Belastung und Temperaturbereich. Bei Heißglas-Kontakt an Formen und Rollen kommen warmfeste Nickel- und Wolframlegierungen zum Einsatz, bei quarzsand-abrasiver Belastung in Gemengeaufbereitung und Scherbenrecycling chromkarbidreiche Schweißzusätze. Entscheidend sind hohe Notlaufeigenschaften und geringe Rissanfälligkeit trotz häufiger Temperaturwechsel.
Formen und Rollen mit Heißglas-Kontakt werden durch Funktionsschichten geschützt, die hohe Temperaturen, Temperaturwechsel und chemischen Angriff aushalten. Eingesetzt werden nickel- und wolframbasierte Auftragsschweißlegierungen mit hoher Notlaufeigenschaft. Die Schichtdicke und Legierung wird auf das jeweilige Bauteil und die Kontaktzeit mit der Glasschmelze ausgelegt.
Im Scherbenrecycling reduzieren Hartauftragsschichten den Verschleiß an Scherbenbrechern, Brecherwalzen und Förderbauteilen. Die scharfkantigen Eigenscherben wirken stark abrasiv und schlagdominiert, weshalb ein mehrlagiger Aufbau aus zäher Pufferlage und karbidreicher Decklage Standard ist. So lassen sich Standzeiten an Brechern und Fördersystemen deutlich verlängern.
In Fördersystemen und Förderleitungen der Glasindustrie sind vor allem Schnecken, Dosierschnecken, Rohre und Rohrbögen sowie Umlenktöpfe und Bunker- und Siloauskleidungen verschleißanfällig. Ursache ist die hochabrasive Mischung aus Quarzsand und Eigenscherben in der laufenden Glasproduktion. Diese Bauteile lassen sich durch gezielten Hartauftrag schützen oder per Reparaturschweißen instandsetzen.
Abplatzungen entstehen meist durch falsche Haftung der Auftragsschicht, Risse durch unkontrollierte Wärmeführung bei Temperaturwechseln. Vermeidbar sind beide Fehler durch saubere Vorbereitung des Grundwerkstoffs, abgestimmte Schweißparameter, kontrolliertes Vorwärmen und langsames Abkühlen. Bei stark temperaturwechselbelasteten Bauteilen wie Formen und Rollen reduziert die richtige Legierungswahl die Rissanfälligkeit zusätzlich.
Auftragsschweißen lohnt sich in der Glasindustrie überall dort, wo Bauteile durch Quarzsand-Abrasion, Heißglas-Kontakt oder Eigenscherben planbar verschleißen. Klassische Anwendungen sind Schmelzwannen-Komponenten, Rollen, Formen, Kontaktflächen, Misch- und Zerkleinerungswerkzeuge sowie Förderleitungen mit hohem Scherbenanteil. Der gezielte Nachauftrag verlängert die Standzeit deutlich und ist meist wirtschaftlicher als ein Neuteil, besonders bei großen oder lieferzeitkritischen Komponenten.