Typische Schweißfehler erkennen und vermeiden

Typische Schweißfehler erkennen und vermeiden

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Schweißfehler beeinflussen die Tragfähigkeit, Betriebssicherheit und Lebensdauer geschweißter Bauteile. Sie entstehen aus einem Zusammenspiel von Werkstoff, Schweißverfahren und Prozessparametern und reichen von Poren und Porosität über Wasserstoff- und Erstarrungsrisse bis zu Bindefehlern, Schlackeneinschlüssen, Einbrandkerben und Schweißspritzern.

Ob ein Schweißnahtfehler kritisch ist, hängt vom Einsatz des Bauteils und den konstruktiven Anforderungen ab. Zulässigkeitsgrenzen sind in Normen wie EN ISO 5817 festgelegt. Unbewertete oder zu spät erkannte Fehler führen zu Schwachstellen in der Naht, erhöhen den Aufwand für Nacharbeit und können die Funktion ganzer Schweißkonstruktionen beeinträchtigen.

Die folgenden Inhalte zeigen, woran sich eine gute Schweißnaht erkennen lässt, welche typischen Fehlerbilder eine schlechte Schweißnaht auszeichnen und mit welchen Maßnahmen sich Schweißfehler in Planung, Werkstoffwahl und Prozessführung vermeiden lassen.

Häufige Schweißfehler und deren Ursachen

Die häufigsten Schweißfehler treten in Fertigung und Reparaturschweißen als wiederkehrende Fehlerbilder auf. Sie reichen von gasbedingten Volumenfehlern über trennende Fehler bis zu Bindungs- und Einbrandfehlern an der Naht. Die folgende Übersicht ordnet die typischen Schweißnahtfehler ein und beschreibt jeweils, was sie sind und welche Ursachen ihnen zugrunde liegen.

Porenbildung

Poren sind gasförmige Einschlüsse im Schweißgut und zählen zu den Volumenfehlern. Bei der metallurgischen Porenbildung lösen sich Gase wie Wasserstoff, Stickstoff oder Sauerstoff im flüssigen Schweißbad und können beim raschen Erstarren nicht mehr aufsteigen. Mechanische Porenbildung geht auf eingeschlossene Gase in Spalten oder Hohlräumen zurück. Häufige Ursachen für Porosität in der Schweißnaht sind eine unzureichende Schutzgasabschirmung, Feuchtigkeit, Verunreinigungen wie Öl oder Fett, Rost sowie Beschichtungen und Überzüge auf der Werkstoffoberfläche.










                                                    Porenbildung

Rissbildung

Risse sind trennende Fehler im Schweißgut oder in der Wärmeeinflusszone und gelten als besonders kritische Fehlerart, weil sie die Tragfähigkeit der Schweißverbindung unmittelbar mindern. Wasserstoffrisse, fachlich auch Kaltrisse, entstehen, wenn atomarer Wasserstoff beim Abkühlen in das Schweißgut und die Wärmeeinflusszone eindringt, vor allem in Bereichen hoher innerer Spannungen. Erstarrungsrisse, im Sprachgebrauch häufig Heißrisse, werden durch Spurenelemente wie Schwefel und Phosphor begünstigt, die sich in der Nahtmitte anreichern und niedrigschmelzende Filme an den Korngrenzen bilden. Endkraterrisse entstehen, wenn die Schweißleistung zu schnell abgesenkt wird und das Schweißbad beim Erstarren stark schrumpft. Daneben treten Risse durch Spannungsarmglühen sowie Spannungsrisskorrosion auf, wenn Spannung, Mikrostruktur und Umgebungsmedium ungünstig zusammenwirken.










                                                    Rissbildung

Bindefehler

Bindefehler bezeichnen eine unvollständige Verschmelzung zwischen Schweißgut und Grundwerkstoff oder zwischen einzelnen Lagen einer mehrlagigen Naht und reduzieren den tragenden Querschnitt der Verbindung. Ursachen sind eine zu geringe Schweißleistung, eine zu hohe Schweißgeschwindigkeit, Schweißen in fallender Position, eine nicht mittige Lichtbogenführung sowie ein zu langer Lichtbogen.










                                                    Bindefehler

Schlackeneinschlüsse

Schlackeneinschlüsse sind Reste nichtmetallischer Schlacke, die im Schweißgut oder zwischen den Lagen einer mehrlagigen Naht eingeschlossen bleiben und als Werkstoffinhomogenität wirken. Sie entstehen durch eine zu geringe Schweißleistung, einen zu langen Lichtbogen, eine unzureichende Nahtvorbereitung, unvollständig entfernte Schlacke der vorherigen Lage, vorlaufende Schlacke im Schweißbad sowie eine ungeeignete Brennerführung, besonders bei schlackeführenden Fülldrähten.










                                                    Schlackeneinschlüsse

Einbrandkerben

Einbrandkerben sind rillenförmige Kerben am Übergang zwischen Schweißnaht und Grundwerkstoff. Sie wirken als Spannungskonzentrationen und mindern die Dauerfestigkeit der Schweißverbindung. Ursachen sind ein zu langer Lichtbogen oder eine zu hohe Spannung, eine zu hohe Schweißgeschwindigkeit, eine zu hohe Schweißleistung, übermäßiges Pendeln sowie eine falsche Brenneranstellung.










                                                    Einbrandkerben

Schweißspritzer

Schweißspritzer sind Metalltröpfchen, die während des Schweißprozesses neben die Naht abgesetzt werden. Sie mindern selten die Tragfähigkeit, verursachen aber Nachbearbeitungsaufwand und können die Oberflächenqualität beeinträchtigen. Ursachen sind falsch eingestellte Schweißparameter, eine ungeeignete Polarität, eine unzureichende Qualität des Zusatzwerkstoffs sowie eine mangelhafte Schutzgasversorgung.










                                                    Schweißspritzer

Wie lassen sich Schweißfehler erkennen?

Die zuverlässige Erkennung von Schweißfehlern beginnt am Fehlerbild. Lage, Form und Verlauf der Auffälligkeit geben unmittelbar Aufschluss über den Fehlertyp und den dahinterliegenden Mechanismus. Diese diagnostische Lesart ist die Voraussetzung, um die richtige Gegenmaßnahme abzuleiten.

Poren und Porosität

Metallurgische Poren sind meist rund, bei höherem Gasanteil auch länglich. Sie liegen an der Grenze zwischen flüssigem und festem Material sowie an Schlacketeilchen im Schweißbad. Mechanische Poren stehen häufig sichtbar in Verbindung mit den ursprünglichen Hohlräumen oder Spalten im Fügebereich. Die Erscheinungsform erlaubt es, beide Porenarten klar zu unterscheiden.

Risse

Risse werden nach Lage und Verlauf eingeordnet. Wasserstoffrisse treten im Schweißgut und in der Wärmeeinflusszone auf, häufig an Korngrenzen im Martensit. Erstarrungsrisse zeigen sich als Längsrisse in der Nahtmitte. Endkraterrisse liegen im Auslaufbereich der Naht. Die Position des Risses im Bauteil gibt direkten Hinweis auf den Entstehungsmechanismus.

Bindefehler

Bindefehler liegen typischerweise an den Flanken der Naht oder zwischen den Lagen einer mehrlagigen Schweißverbindung. Lage und Verteilung im Nahtquerschnitt geben Hinweise auf Lichtbogenführung und Nahtvorbereitung.

Schlackeneinschlüsse

Schlackeneinschlüsse sind häufig zwischen den Lagen einer mehrlagigen Naht lokalisiert und folgen dem Verlauf der vorherigen Lage. Die Position lässt Rückschlüsse auf Brennerführung und Zwischenlagenreinigung zu.

Einbrandkerben

Einbrandkerben zeigen sich als rillenförmige Vertiefungen am Übergang zwischen Naht und Grundwerkstoff. Sie sind oberflächlich erkennbar und weisen auf die Parameterführung während des Schweißens hin.

Schweißspritzer

Schweißspritzer sind als feine bis grobe Metalltröpfchen neben der Naht erkennbar. Ihre Häufung und Verteilung lassen Rückschlüsse auf Parameter, Polarität und Schutzgasbedingungen zu.

Wie können Schweißfehler vermieden werden?

Schweißfehler lassen sich selten auf eine einzelne Ursache zurückführen. In der Praxis wirken mehrere Faktoren in Werkstoff, Schweißzusatz und Prozessführung zusammen. Eine systematische Analyse dieser Faktoren ist die Grundlage, um Schweißfehler nachhaltig zu vermeiden. Entscheidend sind die Auswahl eines passenden Schweißzusatzes, eine sichere Prozessführung, geschulte Anwendung und kontrollierte Bedingungen am Bauteil. Je nach Fehlerart greifen zusätzlich spezifische Maßnahmen, die in Planung, Werkstoffvorbereitung und Schweißausführung ansetzen.

capilla begleitet Unternehmen von der Auswahl des passenden Schweißzusatzes über die Ursachenanalyse bei wiederkehrenden Fehlerbildern bis zur Abstimmung stabiler Schweißprozesse für den jeweiligen Anwendungsfall.

Porenbildung vermeiden

Poren werden durch saubere und trockene Werkstoffoberflächen, das Entfernen von Rost, Fett und ungeeigneten Beschichtungen sowie durch eine angepasste Nahtvorbereitung reduziert. Beim Metallschutzgasschweißen ist eine ausreichende Schutzgasmenge entscheidend, ebenso eine dichte Gasleitung, der korrekte Gasdüsenabstand und die richtige Ausrichtung der Drahtelektrode. Beim Elektrodenschweißen helfen ein kurzer Lichtbogen, ein steiler Anstellwinkel, eine unbeschädigte und zentrische Elektrodenumhüllung sowie ein symmetrischer Werkstoffanschluss, die Lichtbogenzone zuverlässig gegen die Atmosphäre abzuschirmen.

Rissbildung vermeiden

Wasserstoffrisse lassen sich durch Schweißzusätze mit niedrigem Wasserstoffgehalt, das Rücktrocknen der Zusätze vor dem Einsatz, eine Vorwärmung des Bauteils, die Reduktion von Spannungen und ein Wasserstoffarmglühen vermeiden. Aufhärtungen im Schweißgut und in der Wärmeeinflusszone sind zu begrenzen. Erstarrungsrisse werden durch breitere und flachere Raupen, ein reduziertes Tiefen-Breiten-Verhältnis, eine geringere Aufmischung mit dem Grundwerkstoff und eine angepasste Schweißgeschwindigkeit vermindert. Risse beim Spannungsarmglühen lassen sich durch Schleifen der Raupenübergänge und eine abgestimmte Raupenfolge in der Wärmeeinflusszone reduzieren. Spannungsrisskorrosion wird durch saubere Nahtübergänge, eine geeignete Bauteilgestaltung und eine Konstruktion vermieden, die Spannungsspitzen gezielt abbaut. Endkraterrisse werden durch eine kontrollierte Beendigung der Schweißung, die Nutzung der Kraterfüllfunktion und eine ausreichende Auffüllzeit vermieden

Bindefehler vermeiden

Bindefehler werden durch eine ausreichende Schweißleistung, eine angepasste Schweißgeschwindigkeit, eine mittige Lichtbogenführung und einen kurzen Lichtbogen vermieden. Eine sorgfältige Nahtvorbereitung und eine zur Schweißposition passende Brennerführung sichern die vollständige Verschmelzung zwischen Schweißgut und Grundwerkstoff.

Schlackeneinschlüsse vermeiden

Schlackeneinschlüsse werden durch eine ausreichende Schweißleistung, einen kurzen Lichtbogen und eine sorgfältige Nahtvorbereitung reduziert. Zwischen den Lagen einer mehrlagigen Naht muss die Schlacke vollständig entfernt werden. Eine angepasste Brennerführung verhindert, dass die Schlacke im Schweißbad vorläuft, insbesondere beim Einsatz schlackeführender Fülldrähte.

Einbrandkerben vermeiden

Einbrandkerben werden durch eine angepasste Schweißleistung, eine kontrollierte Schweißgeschwindigkeit, eine geeignete Spannung und einen kurzen Lichtbogen vermieden. Übermäßiges Pendeln ist zu begrenzen, die Brenneranstellung muss zum Nahtverlauf passen.

Schweißspritzer vermeiden

Schweißspritzer werden durch korrekt eingestellte Schweißparameter, eine geeignete Polarität, einen Zusatzwerkstoff in ausreichender Qualität und eine zuverlässige Schutzgasversorgung wirksam begrenzt.

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Andreas Frische
Technische Leitung

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Häufige Fragen zu Schweißfehlern

Schweißfehler sind Unregelmäßigkeiten in einer Schweißnaht, die von der vorgesehenen Sollausführung abweichen und die mechanischen Eigenschaften, die Tragfähigkeit oder die Betriebssicherheit der Schweißverbindung beeinträchtigen können. Sie entstehen in der Regel aus einem Zusammenspiel von Werkstoff, Schweißverfahren und Prozessparametern. Welche Abweichungen als Fehler gelten und welche als zulässige Unregelmäßigkeit, ergibt sich aus den Anforderungen an das Bauteil und den geltenden Normen. capilla unterstützt Unternehmen bei der Einordnung typischer Fehlerbilder und der Auswahl passender Schweißzusätze zur Vermeidung.

Zu den häufigsten Schweißfehlern zählen Porenbildung, Rissbildung in unterschiedlichen Formen wie Wasserstoff-, Erstarrungs- und Endkraterrissen, Bindefehler, Schlackeneinschlüsse, Einbrandkerben und Schweißspritzer. Fachlich werden sie in Volumenfehler, trennende Fehler sowie Bindungs- und Einbrandfehler an der Naht eingeteilt. capilla berät zur Vermeidung dieser Fehlerbilder über passend abgestimmte Schweißzusätze und eine fachgerechte Prozessführung.

Beim Metallaktivgasschweißen treten als typische Schweißfehler vor allem Poren auf, sowohl metallurgisch bedingt durch eine unzureichende Schutzgasabschirmung als auch mechanisch durch Feuchtigkeit, Verunreinigungen oder Beschichtungen im Fügebereich. Daneben kommen Bindefehler durch eine zu geringe Schweißleistung, Schlackeneinschlüsse beim Einsatz schlackeführender Fülldrähte sowie Schweißspritzer durch ungeeignete Parameter und Polarität vor. capilla bietet Schweißzusätze für das Metallschutzgasschweißen und unterstützt mit Beratung zur Parameterwahl, um diese Fehlerbilder zu reduzieren.

Bindefehler bezeichnen eine unvollständige Verschmelzung zwischen Schweißgut und Grundwerkstoff oder zwischen einzelnen Lagen einer mehrlagigen Schweißnaht. Sie reduzieren den tragenden Querschnitt der Verbindung und werden vor allem durch eine zu geringe Schweißleistung, eine zu hohe Schweißgeschwindigkeit, Schweißen in fallender Position, eine nicht mittige Lichtbogenführung oder einen zu langen Lichtbogen ausgelöst. capilla unterstützt mit fachlicher Beratung zur Auswahl des passenden Schweißzusatzes und zur Prozessführung, die eine zuverlässige Verschmelzung sichert.

Lunker sind Hohlräume, die beim Erstarren eines Metalls durch Volumenschwund entstehen. Sie sind primär ein Fehlerbild aus der Gießereitechnik und treten dort als Schrumpfungs-, Außen- oder Innenlunker auf. Beim Schweißen kommt das Phänomen in eng begrenzter Form als Endkraterlunker vor, wenn die Schweißleistung am Nahtende zu schnell abgesenkt wird und das Schweißbad beim Erstarren stark schrumpft. Klassische Schweißfehler wie Poren, Risse, Bindefehler oder Schlackeneinschlüsse sind davon zu unterscheiden. capilla unterstützt bei der Auswahl geeigneter Schweißzusätze und der prozessseitigen Gestaltung des Nahtauslaufs, um Endkraterfehler zu vermeiden.

Risse beim Schweißen entstehen, wenn Spannungen, ungünstige Gefügezustände oder eingebrachte Elemente die Verformbarkeit des Schweißguts oder der Wärmeeinflusszone überfordern. Wasserstoffrisse gehen auf atomaren Wasserstoff zurück, der beim Abkühlen in Schweißgut und Wärmeeinflusszone eindringt und in Bereichen hoher innerer Spannungen Risse auslöst. Erstarrungsrisse werden durch Schwefel und Phosphor begünstigt, die sich beim Erstarren in der Nahtmitte anreichern und niedrigschmelzende Filme an den Korngrenzen bilden. Endkraterrisse entstehen am Nahtauslauf bei zu schneller Absenkung der Schweißleistung. capilla bietet wasserstoffarme Schweißzusätze und berät zur Werkstoff- und Prozesswahl, die die Rissanfälligkeit gezielt reduziert.

Heißrisse, fachlich Erstarrungsrisse, treten in Mischverbindungen, also Schweißverbindungen zwischen unterschiedlichen Grundwerkstoffen, mit erhöhtem Risiko auf. Ursache ist die Aufmischung des Schweißguts mit zwei unterschiedlichen Werkstoffen, die zu ungünstigen Konzentrationen niedrigschmelzender Spurenelemente an den Korngrenzen, zu Gefügeumwandlungen und zu Spannungen aus unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten führen kann. Entscheidend sind die Auswahl eines geeigneten Schweißzusatzes mit kontrolliertem Aufmischungsverhalten und eine angepasste Prozessführung, die die Verdünnung mit den Grundwerkstoffen begrenzt. capilla berät zur Werkstoff- und Schweißzusatzauswahl für Mischverbindungen und unterstützt bei der Vermeidung von Heißrissen in anspruchsvollen Schweißanwendungen.

Schweißfehler führen zu Schwachstellen in der Naht und erhöhen den Aufwand für Nacharbeit. Sie verursachen zusätzliche Kosten, Verzögerungen in der Fertigung und können die Betriebssicherheit eines Bauteils beeinträchtigen. Wie kritisch sich ein Fehler auswirkt, hängt vom Einsatz des Bauteils und den konstruktiven Anforderungen ab. capilla unterstützt Unternehmen dabei, wiederkehrende Fehlerbilder systematisch zu analysieren und durch geeignete Schweißzusätze und Prozessabstimmung zu vermeiden.

Die Bewertung richtet sich nach dem Einsatz des Bauteils und den Anforderungen an die Konstruktion. Welche Unregelmäßigkeiten zulässig sind, wird bereits bei der Auslegung festgelegt. Die maßgeblichen Zulässigkeitsgrenzen sind in Normen wie EN ISO 5817 definiert, die Bewertungsgruppen für Schweißnähte an metallischen Werkstoffen vorgibt. capilla berät zur Einordnung von Schweißnahtfehlern im jeweiligen Anwendungsfall und zur Auswahl passender Schweißzusätze für die geforderte Bewertungsgruppe.

Der Schweißzusatz beeinflusst die mechanischen Eigenschaften, das Erstarrungsverhalten und die Anfälligkeit für typische Schweißfehler unmittelbar. Wasserstoffarme Zusätze reduzieren die Gefahr von Wasserstoffrissen, das fachgerechte Rücktrocknen vor dem Einsatz sichert den niedrigen Wasserstoffgehalt. Eine zur Anwendung passende Werkstoffkombination aus Grundwerkstoff und Schweißzusatz verringert das Risiko von Erstarrungsrissen und Aufmischungsproblemen. capilla entwickelt Schweißzusätze für anspruchsvolle Anwendungen und unterstützt bei der Auswahl des passenden Zusatzwerkstoffs für den jeweiligen Schweißprozess.