Vorwärmetemperatur berechnen

Die richtige Vorwärmtemperatur entscheidet darüber, ob eine Schweißverbindung rissfrei bleibt oder nicht. Mit diesem Tool berechnen Sie die erforderliche Vorwärmtemperatur auf Basis von Werkstoff, Bauteildicke und Schweißbedingungen und schaffen so die Grundlage für eine sichere, dauerhafte Verbindung.

Sichere Verbindungen durch die richtige Vorwärmung

Kühlt eine Schweißnaht zu schnell ab, können spröde Gefügebereiche und Kaltrisse entstehen. Die richtige Vorwärmtemperatur verlangsamt die Abkühlung, senkt Eigenspannungen und reduziert das Rissrisiko – besonders bei höherfesten und gut härtbaren Stählen.

Wie hoch sie ausfallen muss, hängt vom Werkstoff, der Bauteildicke und den Schweißbedingungen ab. Geben Sie die relevanten Daten ein, und das Tool berechnet die empfohlene Vorwärmtemperatur für Sie.

capilla-ansprechpartner-andreas-frische.webp
Andreas Frische
Technische Leitung

Schweißtechnische Berechnungen richtig einordnen

Sie sind unsicher bei der Interpretation von Berechnungsergebnissen oder stehen vor einer konkreten schweißtechnischen Herausforderung?

Unsere Experten unterstützen Sie bei der Bewertung von Werkstoffen, bei Mischverbindungen sowie bei der Festlegung geeigneter Schweißparameter. Gemeinsam übertragen wir Berechnungen in praxisgerechte Lösungen für Ihre Anwendung.

+49 5202 97790-54
Erreichbar von 07:45 - 16:30 Uhr
a.frische@capilla-gmbh.de
Erreichbar von 07:45 - 16:30 Uhr

Häufige Fragen zur Berechnung der Vorwärmetemperatur

Vorwärmen verlangsamt die Abkühlung der Schweißnaht. Das reduziert harte, spröde Gefügebereiche in der Wärmeeinflusszone, senkt Eigenspannungen und gibt Wasserstoff Zeit zu entweichen. So sinkt vor allem das Risiko für Kaltrisse.

capilla unterstützt Sie dabei, die passende Vorwärmstrategie für Ihren Werkstoff und Ihr Bauteil zu finden.

Bei zu schneller Abkühlung kann sich Martensit bilden , ein hartes, sprödes Gefüge. In Kombination mit Eigenspannungen und Wasserstoff begünstigt das Kaltrisse, die teils erst Stunden nach dem Schweißen auftreten und die Verbindung gefährden.

capilla berät Sie zu Werkstoff und Zusatzwerkstoff, damit solche Fehler von vornherein vermieden werden.

Maßgeblich sind die chemische Zusammensetzung des Grundwerkstoffs, ausgedrückt über das Kohlenstoffäquivalent, die Bauteildicke, der Wasserstoffgehalt des Schweißguts und die eingebrachte Streckenenergie. Erst das Zusammenspiel dieser Größen ergibt die richtige Temperatur.

capilla hilft Ihnen, diese Faktoren richtig einzuordnen und in eine sichere Schweißpraxis zu übersetzen.

Das Kohlenstoffäquivalent fasst den Einfluss von Kohlenstoff und weiteren Legierungselementen auf die Aufhärtung des Stahls in einem Kennwert zusammen. Je höher es ausfällt, desto stärker neigt der Werkstoff zur Härtung und desto höher muss in der Regel vorgewärmt werden.

capilla unterstützt Sie bei der Werkstoffbeurteilung und der Auswahl des geeigneten Zusatzwerkstoffs.

Dickere Bauteile leiten die Wärme schneller vom Schweißbereich ab und kühlen dadurch rascher ab. Mit zunehmender Wanddicke steigt deshalb meist auch die erforderliche Vorwärmtemperatur.

capilla bringt die Erfahrung mit, auch dickwandige und anspruchsvolle Bauteile sicher zu verschweißen.

Ja. Bei mehrlagigen Schweißungen sollte die Vorwärmtemperatur als Zwischenlagentemperatur gehalten werden. Fällt das Bauteil zwischen den Lagen zu weit ab, geht der Schutz vor zu schneller Abkühlung verloren.

capilla begleitet Sie mit fachlichem Know-how durch den gesamten Schweißprozess, von der ersten bis zur letzten Lage.

Das Tool ist auf un- und niedriglegierte sowie höherfeste Stähle ausgelegt, bei denen Kaltrissgefahr besteht. Für andere Werkstoffgruppen können abweichende Regeln gelten – im Zweifel sollten Werkstoffdatenblatt und einschlägige Norm herangezogen werden.

capilla bietet für nahezu jede Werkstoffgruppe den passenden Zusatzwerkstoff und die nötige Beratung.

Nein. Das Tool liefert einen belastbaren Richtwert für die Vorwärmtemperatur. Bei normpflichtigen Bauteilen bleibt die Vorwärmtemperatur Teil einer qualifizierten Schweißanweisung (WPS) und sollte dort dokumentiert werden.

capilla unterstützt Sie mit schweißtechnischer Expertise bei der normgerechten Umsetzung Ihrer Projekte.